Haben Sie das Zeug zum Unternehmer?

Möchten Sie sich dieses Jahr den Traum vom eigenen Unternehmen erfüllen – oder doch lieber Angestellter bleiben? Zehn Fragen können Ihnen die Entscheidung erleichtern. Hier finden Sie die ersten fünf. Frage sechs bis zehn folgen nächste Woche.

Gute Gründe für Gründer gibt es jede Menge. Schließlich wären wir alle gern unser eigener Boss. Aber Unternehmer zu sein bedeutet mehr als nur das zu wollen und den Markt mit einer großartigen Geschäftsidee zu beglücken. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und beantworten Sie für sich diese Fragen:

1. Warum möchten Sie ein Unternehmen gründen?

Gründer starten ihr Unternehmen aufgrund sehr unterschiedlicher Motive. Aber zwei Beweggründe zählen bei den meisten erfolgreichen Unternehmern definitiv nicht dazu: mehr Geld und freie Arbeitszeit-Einteilung. Schlechte Erfolgsaussichten hat, wer einfach nur berühmt, reich oder wohlhabend werden und dazu weniger als bisher arbeiten möchte. Erfolgversprechendere Ziele sind, etwas neues zu schaffen, Kundenwünsche zu erfüllen, kreative Freiheit zu haben und etwas zu tun, das Sie wirklich lieben.

2. Lieben Sie die Herausforderung?

Als Unternehmer müssen Sie hart arbeiten, meist viel härter sogar wie als Angestellter. Doch nicht nur das: Sie müssen vor allem viel mentale Stärke mitbringen. Denn keinem Unternehmer wird der rote Teppich ausgelegt: Sie werden immer wieder Hindernissen begegnen und Felsen aus dem Weg räumen müssen. Mal ehrlich: Sind Sie auch bisher immer eher der Mensch gewesen, der Schwierigkeiten aus dem Weg und lieber den Weg des geringsten Widerstandes geht? Oder zeigen Sie üblicherweise die „Ich pack’s an – ich geb’ mich nicht zufrieden oder geschlagen – ich möchte dieses verdammte Problem lösen“-Mentalität? Nur wenn letzteres der Fall ist, sind Sie Unternehmertyp.

3. Haben Sie Geduld, Nervenstärke und Ausdauer?

Es dauert meist Jahre, bis ein Unternehmen erfolgreich arbeitet. Am Anfang sind die meisten Unternehmensgründer mit Begeisterung bei der Sache, doch viele verlässt nach einigen Monaten bereits der Schwung. Zu all den Prüfungen, die auf Sie zukommen, gehören Geduld und die vielen kleinen wie großen frustrierenden Rückschläge. Wenn Sie wissen, dass Sie ein Mensch sind, der auch im Sinkflug die Kontrolle behält und durchhält, haben Sie gute Chancen.

4. Sind Sie ein Mensch mit Führungsqualitäten?

Die meisten Unternehmen sind keine Ich-AGs oder One-Man-Shows. Auch Ihres sicher nicht. Vielmehr benötigen Sie ein Team aus spezialisierten Fachkräften. Diese müssen Sie auswählen. Ihnen müssen Sie vertrauen können. Geben Sie ihnen klare Ziele und Richtungen vor. Setzen Sie realistische Erwartungen voraus – auch bei dem Können und der Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Anreize und ermutigen Sie sie zu ehrlichem und konstruktivem Feedback. Und wenn es zu Konflikten kommt, lösen Sie diese umsichtig. Kurzum: Als Unternehmer benötigen Sie ein Höchstmaß an sozialen Kompetenzen.

5. Wie gut können Sie planen und organisieren?

Die meisten Firmenneugründungen scheitern an mangelnder Planung – vor allem im finanziellen Bereich. Beispielsweise häufen sich Lieferantenrechnungen, während wichtige Kunden über Monate heraus keine Zahlungen leisten. Für längere Perioden mit finanziellen Engpässen müssen Absicherungen geschaffen werden. Risiken müssen vorhersehbar sein. Ein einfacher Schutzmechanismus ist ein gut ausgearbeiteter Businessplan, den Sie mit Hilfe eines Unternehmensberaters erstellen. Solch ein Businessplan ist oft auch die Voraussetzung für Bankkredite und Födergelder.

Frei nach Taylor Johnson/theundercoverrecruiter.com

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